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Dienstag 09. Dezember 2014


Die jetzt vom Internationalen Olympischen Komitee verabschiedeten Reform-Beschlüsse sind nach Ansicht des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit "ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung". "Die Beschlüsse von Monte Carlo zielen auf mehr Transparenz, Nachhaltigkeit und Augenmaß bei Olympischen und Paralympischen Spielen. Das passt zur Berliner Interessenbekundung, die viele der jetzt beschlossenen Änderungen bereits vorweggenommen hat. Mehr Transparenz und mehr Flexibilität werden Olympia gut tun", sagte Wowereit.

Das IOC hat auf seiner Mitgliederversammlung („IOC Session“) am 8. Dezember zahlreiche Reformvorschläge diskutiert und verabschiedet, um die Bedingungen für Ausrichterstädte zu erleichtern und insbesondere das Thema Nachhaltigkeit zu stärken. So erlaubt es das IOC ausdrücklich, einzelne Disziplinen oder ganze Sportarten außerhalb der Ausrichterstadt durchzuführen. Die Berliner Interessenbekundung für die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele im Jahr 2024 sieht das bereits vor. So ist geplant, bestimmte Sportarten in Nachbarstädten oder anderen Bundesländern auszutragen, wenn dort entsprechende Anlagen bestehen: beispielsweise Kanuslalom in Sachsen oder Dressurreiten, Rudern und Golf in Brandenburg.

Eine weitere wichtige Reform des IOC betrifft den Neubau von Sportstätten. Laut IOC soll künftig die „maximale“ Nutzung bestehender Sportstätten als Pluspunkt einer Bewerbung zählen, wenn Gründe der Wirtschaftlichkeit oder Nachhaltigkeit gegen einen Neubau sprechen. Die Berliner Interessenbekundung setzt voll auf das Prinzip „Ertüchtigung statt Neubau“: Die Hälfte der in Berlin vorgesehen Wettkampfstätten existiert bereits, das Verkehrssystem ist schon heute olympiatauglich und auch die vom IOC geforderten Hotelkapazitäten stehen bereits zur Verfügung. Auf diese Weise können in Berlin im Vergleich zu vergangenen Spielen hohe Infrastruktur-Kosten vermieden werden.



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