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Donnerstag 23. Juni 2011


In einer Festveranstaltung hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit anlässlich des 50. Jahrestages des Anwerbeabkommens mit der Republik Türkei den Migranten und Migrantinnen der ersten Generation für die Leistungen gedankt, die sie für Berlin erbracht haben.

Wowereit erinnerte an die Ausgangssituation vor 50 Jahren: "Zunächst war geplant, dass es ein Rotationsverfahren gibt: Die einen kommen, die anderen gehen. Das war die Politik in Deutschland. Von dauerhafter Zuwanderung war nicht die Rede, weder im Westen noch im Osten. Aber dann geschah etwas, das niemand so prägnant formuliert hat wie der Schweizer Schriftsteller Max Frisch: ‚Wir riefen Arbeiter, und es kamen Menschen’."

Integration sei millionenfach gelungen, betonte Wowereit. "Und ich spreche dabei nicht nur von Stars wie Mesut Özil. Viele Menschen aus der Türkei, aus Italien, Griechenland und anderen Ländern haben in Deutschland und auch in Berlin Wurzeln geschlagen, ohne ihre Liebe zur alten Heimat aufzugeben. Sie sind erfolgreich ihren Weg gegangen, haben sich eine berufliche Existenz aufgebaut – vom Gemüsehändler über den Handwerksmeister bis zur Rechtsanwältin oder Ärztin. Sie schaffen Tausende Arbeitsplätze, bringen sich kulturell ein und engagieren sich gesellschaftlich, auch in der Politik. Und sie lassen sich dabei längst nicht mehr allein auf ihre Herkunft reduzieren, sondern haben sich einen Namen als Fachfrau oder Fachmann auf den verschiedenen Feldern der Politik gemacht, als engagierte Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt." Die vielen Erfolge machen Mut, auch die Probleme und Herausforderungen der Integration anzugehen, so der Regierende Bürfgermeister.

Es gebe noch viel zu tun, um Integrationshemmnisse zu beseitigen. "Aber fest steht: Berlin hat den Zuwanderern unendlich viel zu verdanken: wirtschaftlich, kulturell, politisch und vor allem menschlich."



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